Designer:innen lernen, Probleme zu lösen, doch viele verbringen ihre Tage damit, Lösungen zu polieren, die längst festgelegt wurden, bevor sie den Raum betreten. Da Organisationen zunehmend unter Druck stehen, mit weniger mehr zu erreichen, werden Exploration, Sinnstiftung und strategisches Denken oft zugunsten schnellerer Umsetzung geopfert. Ausgehend von ihrem Wechsel vom UX-Design zur Product Ownerin bei Volkswagen argumentiert Diana, dass die größte Wirkung von Design nicht im Design-Review entsteht, sondern in dem Meeting, zu dem niemand eine:n Designer:in eingeladen hat. Da KI die Entscheidungsfindung verändert, müssen Designer:innen ihre Fähigkeit einbringen, mit Mehrdeutigkeit umzugehen und über das Designteam hinaus vorauszudenken. Die Zukunft braucht nicht weniger Designer:innen; sie braucht Designer:innen, die bereit sind, ihre Denkweise dorthin zu bringen, wo Entscheidungen getroffen werden. Traust du dich, deinen Titel „Designer:in” aufzugeben, um das Richtige zu bauen?